Gestern Abend erhielt ich doch den Hinweis auf einen Artikel von Spiegel online.

In diesem schreibt Mike Glindmeier über die Vorkommnisse nach dem Nordderby gegen den kleinen HSV. Ich las diesen Artikel, dem genau das fehlte was der angeblichen Arroganz des HSV fehlen würde: SUBSTANZ!

Schon im Vorwort zu dem Artikel diese völlig abstruse Idee, man solle sich von Guerrero und Rost trennen, lösten bei mir Verwunderung aus. Wenige Zeilen unten lese ich dann, das wir HSVer immer unsere Mannschaft mit Pfiffen und Pöbeleien bedenken wenn sie schlecht spielen.

Aber die größte Unverschämtheit leistete sich Glindmeier damit, in dem er schrieb der Verein würde bei unberechtigten Stadionverboten wegschauen, und Guerrero decken. Um es mal ganz hart zu sagen, so eine gequirlte Scheiße habe ich lange nicht gelesen. Keine Ahnung was in unserem Verein passiert, aber labern wie ein großer.

Sicherlich mag auch Glindmeiers Aussage richtig sein, wenn er sagt, dass man diesen Flaschenwurf nicht verharmlosen sollte. Und auch das Rost einen Fehler gemacht hat, mag stimmen. Aber deswegen gleich eine Kündigung? Vielleicht sollte man Herrn Glindmeier umgehend die Papiere aushändigen für nachweisbare Falschmeldungen.

Herr Glindmeier kann aber offenbar gar nicht objektiv über den Hamburger Sport-Verein schreiben, da er selber Fan des Stadtrivalen FC St. Pauli ist. Darüber hinaus war er zehn Jahre Redaktionsmitglied des St. Pauli Fanzines »Der Übersteiger«, und über den Zeitraum von sieben Jahren unter anderem als Pressesprecher des Stadtrivalen als auch für die Stadionzeitung tätig. Er kann also gar nicht wissen, was bei uns im Verein vorgeht.

Unsere Fans sind wirklich immer sehr geduldig mit unserer Mannschaft. Als wir 2007 dem Abstieg nahe waren, haben wir Fans alle an einem Strang gezogen, haben mit einer vereinsinternen Kampagne dazu aufgerufen »Jetzt erst Recht«! Und wir sind mit der Mannschaft zusammen von Platz 18 auf Platz 7 gestürmt.

Das die Stimmung derzeit nicht die beste ist, kann keiner Leugnen. Aber wie lange zuvor ist es ruhig geblieben, obwohl Einsatz und Ergebnisse nicht stimmten? Aber Hauptsache der Herr Glindmeier schreibt polemischen Sondermüll für ein renommiertes Magazin, der völlig fehl am Platz ist. Es ist völliger Schwachsinn, wenn man behauptet das wir HSV-Fans immer nur pöbeln und pfeifen würden, wenn’s nicht läuft.

Aber die größte Frechheit die ich hier widerlegen möchte, ist die Behauptung von Herrn Glindmeier, dass wir (der Verein) bei unberechtigten Stadionverboten wegschauen. Das stimmt so nicht, und kann auch nicht so stehen gelassen werden.

Als nach den Vorkommnissen (ich war nicht dabei, und kann demnach auch nicht sagen was wirklich passiert ist) im Bielefelder Bahnhof, diverse Fans ein Stadionverbot erhalten haben, obwohl sie nachweislich nicht an den Vorkommnissen beteiligt waren, hat der Verein sofort Maßnahmen ergriffen, und ist aktiv gegen die Stadionverbote vorgegangen. Keiner spricht davon das die wirklich beteiligten ohne Strafe davon kommen sollen. Aber die zu unrecht ausgesperrten erhielten sofort Unterstützung aus dem Verein. Da haben sich Fanbetreuer und Supporters Club sehr redlich und erfolgreich engagiert. Und dann kommt dieser Herr Glindmeier daher und schreibt so eine blamable Scheiße, das viele HSV-Fans jetzt mit dem Finger auf den Spiegel zeigen, und sagen: So ein Drecksblatt!

Der leitende Chefredakteur täte sicherlich gut daran, IHNEN Herr Glindmeier sofort die Papiere auszuhändigen, da Sie ein von uns recht gut angesehenes Magazin beschmutzt haben. Schreiben Sie lieber weiter Bücher über ihren Verein, und malen Comics für das Stadionmagazin. Denn Objektivität zählt offenbar genauso wenig zu ihren Stärken wie neutralität oder eine gute Recherche. Denn wenn Sie gut recherchieren würden, hätten Sie in dem oben genannten Artikel nicht so einen geistigen Dünnschiss geschrieben!

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Artikel ohne Substanz – Antwort an Mike Glindmeier, 5.0 out of 5 based on 22 ratings
Von: Johannes Bade

3 Kommentare zu Artikel ohne Substanz – Antwort an Mike Glindmeier

  1. Abschlach Hamburg sagt:

    :evil: :evil: :evil: wie weit ist es schon gekommen,das uns braun-weiße Journalisten an Bein pinkeln wollen :evil: :evil: :evil:

    Sehr guter Konter (Blog)

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  2. Dirk sagt:

    Guter, leidenschaftlicher Kommentar, der zeigt, dass Du ein echter Fan bist. Du nennst die Dinge ohne Umschweife direkt beim Namen, so gefällt mir das. Herr Glindmeier scheint die Popularität des “Spiegels” zu benutzen, um dem HSV mal richtig die Leviten zu lesen, das kann so nicht angehen.

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  3. Carina sagt:

    Den Artikel hatte meine Schwester mir geschickt und meine Meinung dazu war eigentlich in allen Punkte die gleiche wie deine.
    Ich habe mich wahnsinnig geärgert über diesen geistigen Tiefflug und dachte nur, auf welches Niveau begibt sich der Spiegel hier bloß.

    Dass der gute Herr einem gewissen anderen Hamburger Verein nahe steht, erklärt vielleicht so einiges…

    So verliert man Leser, lieber SPIEGEL!

    Frank Rost hat eine lesenswerte Stellungnahme auf seiner HP veröffentlicht http://www.frank-rost.com/index2.php
    Ich persönlich komme mit Sarkasmus und Zynismus bestens klar ;-)

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