Es hätte so schön werden können

Es sollte UNSER Spiel des Jahres werden. Der große HSV gegen den kleinen Verein vom Recyclinghof, und eigentlich wusste jeder was auf dem Spiel steht. Nur die Mannschaft wusste es nicht bis auf einer. Aber später dazu mehr, denn auch vor dem Spiel passierte einiges, von dem man berichten kann.

Während die Presse schon Panik verbreitete, konnte ich den ersten bewussten Feindkontakt erst am Bahnhof Sternschanze feststellen. Doch sowohl der Bahnhof als auf die einfahrende S-Bahn war in Hand der HSVer. Hamburg ist halt doch blau-weiß-schwarz und nicht braun-weiß!

Es erwartete uns ein grünes Empfangkomitee

In Stellingen erwartete uns dann ein grünes Empfangskomitee. Das übliche halt wenn ein Spiel zum Sicherheitsspiel eingestuft wird. Aber wer dachte dies sei alles, wurde erneut überrascht als er am Ende des Stellinger Tunnels einen einsatzbereiten Wasserwerfer sah. Blaulicht und Motor waren an. Einige HSVer meldeten, dass man schon 100m weiter von einer Polizeikette aufgehalten, und die dort anwesenden Fans gefilzt wurden.

Kontrollstelle auf dem Fußweg zum Stadion (Foto by Debe1887)

Wer nun mit dem Shuttlebus fahren wollte, musste sich auch ziemlich blöd vorkommen. Es fuhren zwar Busse, die waren aber grün mit blauen Discoleuchten drauf. Die Beamten stiegen aus, die Fahrzeuge fuhren durch die Kehre um dann genau an der Shuttle-Station wieder zu stoppen. Die zuvor ausgestiegenen Beamten gingen wieder zurück in ihre Fahrzeuge und brausten davon. Dann kamen wieder Busse der Polizei, fuhren wieder weg, es kamen neue und auch die fuhren wieder weg. Es fuhren auch sichtlich genervte LKW-Fahrer von Otto Dörner zum Containerlager am Ende der Kehre. Vom Shuttlebus über 15 Minuten keine Spur.

Letztendlich entschieden sich immer mehr Fans für den Fußmarsch über die Lederstrasse, Ottensener Straße und Schnackenburgallee. Der Fußweg war ja nach letzten Informationen gesperrt. Noch immer düsten die Fahrzeuge der Knüppelarmee hin und her, als wir oben fast an der Ottensener Straße zwei Shuttlebusse sahen. Als wir schon oben an der Sylvesteralle waren, haben wir die Shuttlebusse noch immer nicht zurück kommen sehen.

Sensationeller Empfang der Mannschaft

Trotz der frühen Anpfiffzeit sammelte sich eine sehr hohe Menge an HSVern die der Mannschaft einen wohl unvergesslichen Empfang bereitet haben. Der Fußweg zum Stadion war komplett dicht. Selbst auf der anderen Seite der Straße standen HSVer mit riesigen Schwenkfahnen. Im Stadion sammelten sich viele Schaulustige, die das Treiben vor der Buseinfahrt beobachteten.

Empfang des Mannschaftsbusses an der Buseinfahrt zum Stadion

Empfang des Mannschaftsbusses an der Buseinfahrt zum Stadion (Foto von Landfürst Supporters)

Als der Bus eintraf skandierten die Fans lautstark »Wir wollen den Derbysieg«. Ich glaube so einen Empfang wird man dieser Mannschaft wohl nie wieder machen. Als Spieler würd ich nach so einem Staatsempfang durchdrehen und mich zerreißen. Und wenn es das letzte wäre was ich tue.

Sensationelle Stimmung endete in der Ernüchterung

Im Stadion angekommen schaukelte sich eine atemberaubende Stimmung hoch. Zum Anpfiff war die ganze Nordtribüne Feuer und Flamme und weite Teile der ganzen Nordtribüne machten bei der Stimmung mit. Das hab ich zuletzt am 1. Spieltag dieser Saison erlebt. Sensationell auch der Auftritt unserer Mannschaft in den ersten 60 Minuten. Doch leider war es wie so oft, das man die Chancen versiebte die wir die letzten drei Spiele nicht hatten.

So kam es wie es kommen musste. Der Gegner erzielt ein Tor aus dem nichts und sofort zerfiel unsere Mannschaft und löste sich in Panik auf. Und das 30 Minuten vor dem Ende! Es war kein Aufbäumen erkennbar und wenn man denn mal in Ballbesitz war, wurde der Ball immer nach hinten gespielt um ihn dann sinnbefreit nach vorne zu holzen. Und wenn man dann mal nicht so agierte versuchte man stur mit dem Kopf durch den Beton zu knallen, was sinngemäß weh tut und nichts nützt.

Perl hält nichts von Fairness

Zu allem Überfluss hat Schiri Perl wohl einen offensichtlich einen Faible für den angeblichen »Kultclub« vom Nazibunker. Schon in der ersten Halbzeit durfte die Tretertruppe vom Hafenrand treten und foulen ohne eine einzige Karte zu sehen. Der HSV bekam gleich bei den ersten beiden Fouls gelbe Karten verpasst. Einige Fragwürdige Entscheidungen setzten der schlechtesten Schiedsrichterleistung der Saison die Krone auf. Nur mal zum Vergleich: ein HSV-Spieler liegt auf dem Boden, Pauli kontert, Perl unternimmt nichts. Wenig später liegt ein Pauli-Spieler auf dem Boden, der HSV kontert, Perl pfeift ab. Gerade erst schrieb ich von Fairness im Fußball, und Perl zeigte sehr genau was er von Fairness hält: GAR NICHTS!

Man kann nun sagen das die Mannschaft selbst schuld hat, wenn man etliche Großchancen nicht verwertet. Stimme ich auch zu, aber solche Leistung eines angeblichen unparteiischen gehen nun mal gar nicht!

Wir sahen nur unvermögen

Wenn ich dann die Mannschaft betrachte, kann ich das gar überhaupt nicht fassen. Wieso durfte eigentlich ein Ruud van Nistelrooy noch spielen, nachdem er in Wolfsburg gar nicht zu sehen war? Wäre ich an Stelle von Veh hätte ich diese launische Diva Ruud »Ich durfte nicht nach Madrid« van Nistelrooy auf die Tribüne gesetzt. Es wäre definitiv kein Verlust gewesen! Demel und Jarolim betätigen sich zumeist als Bremsen im Spielaufbau und machen so viele Konterchancen kaputt.

Wenn ich unsere Gefahr nach Ecken sehe, frage ich mich ernsthaft was Spieler jeden Tag trainieren!? Hallo?? Das kann doch nicht wahr sein das man von 11 Ecken nicht eine auch nur annähernd zum Tor bekommt! Und bei 22 Torschüssen haben wir nicht EIN Tor erzielt Pauli hatte insgesamt FÜNF (!!!) Torschüsse. Das reichte ihnen für ein Tor aus dem Nichts!

Ganz ehrlich, so eine Mannschaft ist keine Applaus wert, die zu blöd ist das Tor zu treffen. Wenn man zumindest sagen könnte das man immer am Torhüter gescheitert ist, wie es Dortmund sagen konnte als Neuer im Alleingang den Kasten sauber gehalten hat. Aber nein, das kann man nicht! Es war einzig und allein das vorhandene Unvermögen was wir dort zu sehen bekamen!

Den Gipfel zeigte dann am Folgetag der Spiegel, in dem er schrieb: »Allein Dennis Aogo liefen nach Abpfiff Tränen übers Gesicht, auch Heiko Westermann war stinksauer. Aber der Rest nahm diese Niederlage geschäftsmäßig auf.«

Ich glaub auch Rost war stinksauer und einfach nur enttäuscht, dass seine Worte vom Hinspiel bei der Mannschaft nicht angekommen sind.

Unfairer »Kultclub«

Wie bereits oben erwähnt habe ich vor ein paar Tagen einen Artikel zum Fair Play geschrieben. Nicht nur der Schiedsrichter kannte das Prinzip des Fair Play nicht. Auch die Gäste, sowohl Mannschaft als auch Anhang, haben es nicht verstanden was es heißt Fair zu sein.

Zu den Gäste-Fans schreib ich nichts. Auf das Niveau will ich mich nicht begeben! Nur so viel: Die kommenden Begegnungen dürfen sie wohl keine Tifo-Materialien in unser Stadion mitbringen.

Die Gastmannschaft zeigte sich extrem unfair. Sie haben getreten und gefoult wo es nur ging. Wurden sie mal umgehauen, blieben sie oft liegen und spielten den sterbenden Schwan. Erstaunlich wie einer erst auf dem Boden liegt und schreit, als wäre er gerade von einem Vollmantelgeschoss getroffen worden, um dann innerhalb von Sekunden wieder laufen zu können wie ein junger Gott. Sowas können offenbar nicht nur die Italiener sondern eben auch die Spieler des Vereins vom Nazibunker! Das Gipfelte in der unfairen Geste von diesem Widerling Pliquett!

Ganz ehrlich dadurch werdet ihr nicht sympathischer! In ganz Deutschland gibt es keinen anderen Verein der sich so verkauft hat wie St. Pauli:

  • Rebellischer Totenkopf: verkauft
  • Selbstverwaltete Kurve: verkauft
  • Ehrlicher Fußball: verkauft
  • Kultiger Mythos: verkauft

Und trotzdem habt ihr keine Kohle

Und ja, war klar das jetzt alle diejenigen aus den Löchern gekrochen kommen, die am Wochenende den Totenkopfsweater anziehen und in der Woche die Spießer³ sind. Weil es ist ja so kultig zum FC. St Pauli zu gehen. Ach ja den Punkt hab ich absichtlich so gesetzt, weil wer sollte denn besser wissen als die Schmierfinken des »Kultclubs« wie man den Vereinsnamen richtig schreibt!?

FC. St Pauli? Ja ne, schon klar!

Die sind so lächerlich und holen sich auf ein Zufallstor und einen unverdienten Sieg einen runter. Ganz schön erbärmlich! Aber so ist er halt, der selbsternannte »Kultclub«!

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  • By Arno Sacher, Donnerstag, 17. Februar 2011 @ 17:09

    Schöner???? Der HSV hat verloren, was hätte noch schöner sein können???

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  • By Johannes Bade, Donnerstag, 17. Februar 2011 @ 17:10

    Wenn Du mich provozieren willst, dann tust Du es vergeblich!

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  • By Sammy Bade, Donnerstag, 17. Februar 2011 @ 17:19

    ja so ist das, wenn man meint man ist der größte….auch der hsv kann fallen

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  • By Tim Schindler, Donnerstag, 17. Februar 2011 @ 17:40

    das wir nicht die größten sind wussten wir aber schon seit den 2 verkackten halbfinals gegen brem und dem verpassten finale im eigenen stadion.

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  • By Martin Barmbek, Donnerstag, 17. Februar 2011 @ 20:45

    Unfairer Verlierer!

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  • By Johannes Bade, Donnerstag, 17. Februar 2011 @ 20:54

    Das sagt ein Fan der Tretertruppe vom Bunker die nicht eine einzige Chance hatte und dennoch glücklich gewonnen hat.

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  • By Martin Barmbek, Donnerstag, 17. Februar 2011 @ 21:06

    Haha, Tretertruppe von einen Anhänger des Vereins, wo Jarolim spielt….. Derby verloren und jetzt weinen das der Gegner “hart” gespielt hat. Werde doch Ballett-Fan… Jetzt kommt ja Bremen. Ich bin ja gespannt, was dann in Falle einer Niederlage schuld ist. Wieder der Schiedsrichter, oder der Rasen oder das Bremen zu hart gespielt hat? Schauen wir mal. Man kann die Sache noch peinlicher machen, also sie schon ist, für den HSV. Der beste Spruch von einen HSV-Fan den ich gehört habe, war “Was solls, nach der letzten Niederlage kamen die goldenen Jahre”. Glaube ich zwar nicht dran, aber da kamen wenigsten keine lächerlichen Ausreden.

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  • By Johannes Bade, Donnerstag, 17. Februar 2011 @ 21:09

    Ich nehme an das Du den Blog garnicht gelesen hast! Also halt einfach den Rand! Da steht ganz klar das ich deren Leistung und Unvermögen kritisiere und denen damit die Hauptschuld gebe.

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  • By Jekylla, Dienstag, 22. Februar 2011 @ 07:14

    Irgendwo empfahl mir kürzlich jemand, erstmal vor der eigenen Tür zu kehren.
    Wer einen Jarolim im Kader hat, sollte sich über foule Spieler nicht zu sehr echauffieren.
    Aber wer will den schon in Europa? ;)

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  • By Johannes Bade, Dienstag, 22. Februar 2011 @ 16:45

    Ach weiß Du, ich will da nicht lange rumlabern. Jarolim hat mal eine Zeit lang viele Schwalben hingelegt. Das ist aber auch schon einige Zeit vorbei. Was bei euch ja nicht der Fall ist. Fallobst like Italia und so. Und dann können sie auf einmal wieder laufen wie ein junger Gott. Und dann auch noch unsportliche Gesten von Pliquett der ja angeblich vom Hof gejagt wurde. Weil er ja sooo gut ist, das er selbst bei euch nur Nummer 2 ist.

    Also gaaaaanz ruhig bleiben…

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  • By Jekylla, Dienstag, 22. Februar 2011 @ 18:47

    Herr Rautenfreund, Sie müssen sich besser informieren, aktuell ist Pliquett nur die Nr. 3, aber für den HSV hat es ja dann doch gereicht, wir haben ihn ja nur einmal gebraucht.

    Jarolim ist für mich einer der unsportlichsten Spieler und Ihrer Ansicht nach ist seine Schwalbenzeit vielleicht vorbei, aber dafür hat er das Foulspiel schön kultiviert. Und heult rum, wenn er mal selber kassiert.

    Und mir sind Spieler, die vor Leidenschaft und Freude brennen lieber als ein emotionsloser Haufen, der einfach nur seine Gehaltsschecks für wenig Leistung kassiert. Aber chacun à son gout. Nach dem Geschmack von CFHH scheint das zumindest auch nicht zu sein. :mrgreen:

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  • By Johannes Bade, Dienstag, 22. Februar 2011 @ 19:16

    Interessant das ein Anhänger des angeblich unkommerziellen Clubs sich über unfaire Spieler echauffiert. Eine Mannschaft die durch Zeitschinden und Schauspielerei sich durch die Liga schlägt. Pliquett war nur eines der Beispiele mit seinen unsportlichen Gestiken. Könnte auch Matthias Lehmann nehmen der mit Schauspielerei einen Platzverweis für Igor de Camargo provoziert hat. Wie gesagt erst einmal vor der eigenen Türe kehren. Dann darf man sich auch über andere beschweren. Und vielleicht auch mal die Vereinsbrille ablegen und sehen das Jarolim weit weniger unfair spielt wie eben noch behauptet.

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  • By Jekylla, Mittwoch, 23. Februar 2011 @ 17:50

    Ach, Sie löschen Kommentare, die Ihnen unbequem sind?
    Dann hier nochmal: was jetzt die Verbindung Kommerz und unfaire Spieler angeht, wirkt Ihre Argumentation zunehmend hilflos.

    *Edit by Webmaster* Provokationen entfernt!

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  • By Johannes Bade, Mittwoch, 23. Februar 2011 @ 18:07

    Ich verweise auf den Sticky im Blog: Was ich aber nicht dulde sind Beleidigungen, Drohungen, Provokationen oder obszöne Kommentare.

    Die Kommentare waren reine Provokation. Und auch in dem letzten Kommentar war eine provokante Unterstellung enthalten. Es ist ziemlich albern wenn man sich vornehm siezen will, aber nicht in der Lage ist ohne provokationen zu schreiben.

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